Liebe Eltern,

wir freuen uns auf den Schulbeginn am Montag, dem 12.04.21. 😊

Mit dem heutigen Elternbrief möchten wir Sie gern über die neusten Regeln für den Schulbetrieb informieren.

Eingeschränkter Regelbetrieb

Wir unterrichten weiterhin strikt nach Klassen getrennt im eingeschränkten Regelbetrieb, d.h. nach denselben Vorgaben wie vor den Osterferien. Das Klassenleiterprinzip, die Unterrichtszeiten, der eingeschränkte Fächerkanon, Ankunfts- und Abholungsmodalitäten und auch das Essen im Klassenraum werden fortgeführt.

Inzidenzwerte sind nicht mehr entscheidend

Die Öffnung der Schulen erfolgt im Rahmen der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung nach Ostern nun inzidenzunabhängig. Das bedeutet, dass der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner keine Rolle mehr spielt für eine Öffnung oder Schließung der Schulen.

Schulbesuchspflicht weiterhin ausgesetzt

Es ist weiterhin möglich, dass Sie Ihr Kind schriftlich vom Schulbesuch abmelden. Die Abmeldung muss durch Belange des Infektionsschutzes motiviert sein; ein etwaiges Ab- und Anmelden für einzelne Wochentage kommt nicht in Betracht.

Die Kinder können dann die Lernzeit zuhause verbringen und werden mit Lernaufgaben versorgt. Mit einer vollumfänglichen Betreuung der Schülerinnen und Schüler durch Lehrkräfte, wie im Präsenzunterricht, kann allerdings nicht gerechnet werden. Es wird wie im Krankheitsfall eine „Krankheitsmappe“ angelegt, welche vor Ort abgeholt werden oder nach Absprache auch über einen Mitschüler übermittelt werden kann.

Zutrittsbeschränkungen gelten weiterhin

Weiterhin gilt: Nur gesunde Kinder dürfen die Schule betreten.

Einer Person ist der Zugang zur Schule nicht gestattet, wenn…

  • sie nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert ist
  • sie Symptome erkennen lässt, die auf eine SARS-CoV-2-Infektion hinweisen (allgemeines Krankheitsgefühl, Husten, Fieber, Durchfall, Erbrechen, Geruchs- und/oder Geschmacksstörungen)
  • sie innerhalb der vergangenen 14 Tage mit einer nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierten Person Kontakt im Sinne des Infektionsschutzgesetzes hatten, es sei denn, dass dieser Kontakt aus beruflichen Gründen unvermeidlich war und unter Wahrung der berufstypischen Schutzvorkehrungen stattfand.

Bitte denken Sie daran:

Eltern sind verpflichtet, die Leitung dieser Einrichtung unverzüglich zu informieren, wenn sie oder ihr Kind nachweislich mit SARS-CoV-2 infiziert sind.

Medizinischer Mundschutz

Die Kinder tragen weiter ihren medizinischen Mundschutz, wenn sie das Schulgelände betreten und verlassen sowie in den Gängen (Toilettengang, Garderobe). Bitte denken Sie daran: Masken verschmutzen, gehen verloren, Gummis reißen. Ihr Kind sollte daher auch stets eine Ersatzmaske bei sich führen.

Selbstverständlich darf Ihr Kind auch im Unterricht eine Maske tragen.

Testpflicht für Grundschüler

Mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung wird die Testpflicht auch auf Schüler der Grundschule ausgedehnt. Die Tests werden von den Schülerinnen und Schülern zweimal pro Woche im Klassenverband selbst durchgeführt und sind Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht.

Frühhortkinder warten im Klassenzimmer und nehmen dann im Klassenverband am Test teil.

Wird bei meinem Kind ein PCR-Test oder PoC Test mit tiefem Nasen- oder Rachenabstrich gemacht?

Auf keinen Fall!

Bei dem Selbsttest handelt es sich um einen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen schmerzfreien „Popeltest“, bei dem ein dünnes Teststäbchen nur circa 2cm tief in den vorderen Nasenbereich eingeführt wird. Den Test kann ein Grundschulkind problemlos selbst durchführen. Die Lehrkräfte unterstützen die Schülerinnen und Schüler, indem Sie Ihnen die Durchführung Schritt für Schritt erklären und sie durch den Test hindurch begleiten.

Sollten Ihr Kind dem Test etwas ängstlich gegenüberstehen, könnten Sie beispielsweise ein Wattestäbchen zur Hand nehmen, um zu zeigen, wie lang 2 cm sind. (Das Teststäbchen selbst ist dabei aber bedeutend dünner als ein handelsübliches Wattestäbchen!) Auch die folgenden Videos können Ihrem Kind helfen, eine Vorstellung vom Ablauf des Selbsttests zu erhalten und sich damit vertraut zu machen:

Torben erklärt den Corona-Test
Erklärvideo zur Handhabung der Selbsttests durch Schülerinnen und Schüler

Für die kommenden Woche erhielt unsere Schule eine Lieferung mit Selbsttests der Marke BOSON BIOTECH.

Test Vorderseite
Die Rückseite der Verpackung fungiert gleichzeitig als Röhrchenständer

Den entsprechenden Beipackzettel finden Sie hier:

Eine vergrößerte Darstellung der bebilderten Testanleitung zum Boson Biotech Schnelltest finden Sie auch hier:

Quelle: https://www.mk.niedersachsen.de (08.04.2021)

Was soll der Test bewirken?

Der Antigen-Selbsttest kann innerhalb von 15 Minuten Aufschluss darüber geben, ob die Testperson zum Zeitpunkt der Testung mit Corona infiziert ist oder nicht. Mit einem Antigen-Schnelltest können vor allem Personen mit hoher Virenlast ausfindig gemacht werden – also genau jene Personen, von denen eine Ansteckungsgefahr für das direkte Umfeld ausgeht. Mit der Testung sollen Infektionsketten möglichst schnell unterbrochen werden.

Eine hundertprozentige Sicherheit bietet der Test jedoch nicht, da er nur eine Momentaufnahme darstellt. Die Virenlast steigt nach einer Infektion mit jedem Tag der Inkubationszeit weiter an. Das bedeutet, dass ein korrekt durchgeführter Selbsttest am Montag wegen zu geringer Virenlast unter Umständen noch nicht ausschlägt, dagegen bereits am Folgetag „positiv“ anzeigen würde.

Dennoch stellt eine regelmäßige „Momentaufnahme“ von sehr vielen Personen, die viel Zeit miteinander verbringen, einen weiteren Beitrag zur individuellen Sicherheit und Pandemiebekämpfung dar, weil sie hilft, Infektionsketten zu durchbrechen.

Warum muss man auf dem Schulgelände und in den Gängen weiterhin eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn ein negativer Selbsttest vorliegt?

Das Ergebnis eines Antigentests ist eine Momentaufnahme und es werden mit dem Test auch nicht alle Infizierten gefunden, sondern vor allem die Personen mit hoher Virenlast. Eine Infektion, die kurz zuvor stattgefunden hat oder eine, die schon abgeklungen ist, kann der Test eventuell nicht nachweisen.

Für die Möglichkeit eines Präsenzunterrichts trotz Corona müssen viele Hygienevorkehrungen zusammenspielen. Je mehr Präventivmaßnahmen zusammenwirken, desto höher ist der Infektionsschutz und desto geringer die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Schließung der Schule.

Was ist zu tun, wenn das Ergebnis des Selbsttests positiv ist?

Wird eine Schülerin oder ein Schüler im Antigen-Selbsttest positiv getestet, bleiben wir erst einmal ruhig . Es wird besprochen, dass der positive Schnelltest noch nicht sicher bedeutet, dass eine Corona-Infektion vorliegt. Das Testergebnis muss erst durch einen genaueren Test (PCR-Test) bei einem Arzt abgeklärt werden.

Nach dem Gespräch über das weitere Vorgehen begleitet die Lehrkraft das Kind mit Maske zunächst in den Speiseraum, wo es auf die Abholung durch die Eltern wartet.  Die Schulleitung informiert dann das zuständige Gesundheitsamt. Durch die Eltern wird im Gespräch mit dem Gesundheitsamt ein Termin für den PCR-Test vereinbart und das Kind begibt sich zunächst in häusliche Quarantäne, bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt. Die endgültige Beurteilung, ob eine COVID-19-Infektion vorliegt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, obliegt dem Gesundheitsamt. Erweist sich der PCR-Test als negativ, kann das Kind die Schule wieder besuchen.

Wir lesen in der Presse, dass einige Eltern ein „Vorführen“ des Kindes befürchten. Allein der Vorstellung einer solchen Situation tut uns weh und wir möchten Ihnen versichern: Derartiges Vorgehen widerspricht unserem pädagogischen Ansinnen zutiefst und würde auch vonseiten der Kinder nicht geduldet werden. Denn: Selbst wenn der PCR-Test den positiven Schnelltest bestätigen sollte, ist dies doch nichts, wofür sich irgendjemand „schämen“ müsste. Jede Person, ob klein oder groß, kann sich trotz größter Bemühung um Hygiene etc. unbemerkt anstecken. Als Lehrkräfte gehen wir sensibel mit den Sorgen der Kinder um und begleiten sie ruhig und einfühlsam durch die Testsituation, die uns ja allen helfen soll, länger und sicherer zusammen lernen zu können.

Wie ist bei einem ungültigen Testergebnis vorzugehen?

Bei einem ungültigen Testergebnis sollte der Test wiederholt werden.

Wer trägt die Haftung, wenn beim Testen etwas schiefgeht?

Sollte wider Erwarten beim Testen etwas schiefgehen, besteht bei Testungen in der Schule für Schülerinnen und Schüler gesetzlicher Unfallschutzversicherungsschutz. Für fehlerhafte Produkte bzw. Testkomponenten haftet der Hersteller bzw. Händler.

Kann auch zuhause ein Test durchgeführt werden?

Ja. Gemäß Corona-Schutz-Verordnung, § 5a können Personen auch durch eine qualifizierte Selbstauskunft nach Anlage 2 zu dieser Verordnung nachweisen, dass keine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht. Das Formular finden Sie hier:

Sollten Sie von diesem Verfahren Gebrauch machen, bitten wir Sie, den Test auch hier tagesaktuell durchzuführen, damit nicht noch mehr eigentliche Lernzeit damit verbracht wird, auch die häuslichen Testungen zu verwalten und zu kontrollieren, dass der 3-Tages-Abstand nicht überschritten wird.

Beschriften Sie den Test nach Durchführung mit Datum, Zeit der Durchführung des Testes sowie Namen Ihres Kindes. Stecken Sie diesen Test wieder in die Verpackung und geben Sie diese Ihrem Kind in die Schule mit.

Beachten Sie bitte:

Nur wenn BEIDE Dinge vorliegen, d.h. das ausgefüllte und unterschriebene Formular SOWIE der durchgeführte Test, kann Ihr Kind die Schule besuchen.

Was muss mein Kind am Montag mitbringen?

  • Alle Materialien für D, Ma, SU, (Kl3/4: Eng)
  • Pendelmappe
  • Hausaufgabenheft
  • Federtasche
  • Essen, Trinken
  • Besteck
  • medizinische Maske + Ersatzmaske im Ranzen
  • ausgefüllte Einwilligungserklärung zur Datenverarbeitung:

Liebe Eltern, wir teilen Ihre Sorgen und nehmen Sie ernst. Auch wir würden uns für alle sorgenfreieres Lernen und eine „unkompliziertere“ Schulumgebung wünschen. Möge dieser Wunsch in absehbarer Zukunft in Erfüllung gehen. Bis dahin werden wir alles daransetzen, auch weiterhin besonnen zu handeln und für die Kinder unserer Schule da zu sein.

Mit freundlichen Grüßen

Die Schulleitung